LOGBUCH VERLAG

Pressendrucke im Logbuch Verlag

2014 haben wir mit der Herausgabe von Pressendrucken begonnen. Jeder Band hat das Format 12 x 19,5 cm, Innenteil farbiger Offsetdruck, Umschlag 8-seitig im Handpressen-Buchdruck manuell gedruckt, Satz in Blei oder Holz, Illustrationen Nylon-Klischees. Je Band 1.000 nummerierte Exemplare.

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Pressedruck Band

Band 7: Mary Shelley: »Maurice oder die Fischerhütte«

Eine Erzählung und ein Essay (»Über Geister«) | Deutsche Erstausgabe, übersetzt und mit einem Nachwort versehenvon Alexander Pechmnann, mit zwei Illustrationen von Erik Kriek
(ISBN 978-3-3817345-4-6, Bremen-Walle 2020, 48 Seiten, 500 nummerierte Exemplare, 10 €)

Mary Shelley (1797–1851) begann schon als Kind Gedichte und Romane zu verfassen. Noch keine 17 Jahre alt, brannte sie mit dem jungen Dichter Percy Shelley durch und bereiste Europa. Im Jahr ihrer Hochzeit 1816 verbrachten beide den Sommer mit Lord Byron am Genfer See, wo sie Ideen für Schauergeschichten sammelten. Schon zwei Jahre später veröffentlichte Shelley ihren »Frankenstein«, den Vater aller Gruselromane, dessen Erfolg es ihr ermöglichte, fortan als angesehene Schriftstellerin zu leben.

Für die elfjährige Laurette Laurettes schrieb Shelley im Frühjahr 1820 eine Erzählung mit dem Titel »Maurice, or the Fisher’s Cot«. Das etwa 40 Seiten umfassende Manuskript war lange verschollen, wurde erst 1997 und 1998 erstmals von der University of Chicago Press veröffentlicht. Sie ist nicht nur eine der schönsten Geschichten Mary Shelleys, sie ist auch ein Vorläufer der komplexen Erzählstruktur ihrer späteren Arbeiten. Shelley greift in ihrer Erzählung Motive auf, die in vielen ihrer Texte auftauchen: das verlorene Kind, das Waisenkind aus gutem Hause, das unter armen Leuten aufwächst, die Vergänglichkeit des Glücks und der Trauer, das Schicksal, das Menschen trennt und zusammenführt. Typisch ist auch die Erzählweise. Die subjektiven Perspektiven der Figuren und die fragmentarischen Informationen in ihren Schilderungen fügen sich nach und nach wie ein Mosaik zu einem lückenlosen Gesamtbild zusammen. Diese Methode kannte Mary Shelley bereits aus den Werken ihres Vaters, und sie sollte sie in ihrem letztem Roman, »Falkner«, perfektionieren.  (Aus dem Nachwort von Alexander Pechmann)


Pressedruck Band

Band 6: Jean La Fleur: »Hund - Ein Fussballepos«

Graphic Novel | Erstausgabe
(ISBN 978-3-9817345-3-9, Bremen-Walle 2018, 72 Seiten, 500 nummerierte Exemplare, 12 €)

Als 6. Pressendruck unserer Reihe erscheint in deutscher Erstausgabe von Jean La Fleur »Hund – Ein Fussballepos«. In dieser Graphic Novel begleiten wir »Hund« auf den wichtigsten Stationen seiner noch jungen Fußballerkarriere: von der Entdeckung, über seinen ersten Profivertrag und zahlreiche Skandale bis hin zu seinem ersten Finale. Diese Geschichte hat alles – Sex, Drugs und Leckerlis. 

Der in London lebende Autor & Zeichner Jean La Fleur ist der Lukas Podolski des deutschen Cartoons – man muss ihn einfach mögen. Seine größten Erfolge feierte er in eher unterklassigen Ligen mit dem Titanic-Magazin, dem Eulenspiegel und der TAZ. Eine Galerie seiner schönsten Cartoons findet man auch online in seinem Blog euerfreundjean.tumblr.com


Pressedruck Band

Band 5: Jeremiah Reynolds: »Mocha Dick oder der Weiße Wal der Südsee«

Eine überarbeitete Übersetzung des Originaltextes von 1839 durch Alexander Pechmann,
mit zwei Illustrationen von Larissa Bertonasco
(ISBN 978-3-9817345-2-2, Bremen-Walle 2017, 36 Seiten, 500 nummerierte Exemplare, 10 €)

Herman Melvilles »Moby Dick oder Der Wal« von 1851 gilt als einer größten Klassiker der Weltliteratur. Jeder kennt die schicksalhafte Fahrt des Walfangschiffes Pequod, dessen Kapitän Ahab mit blindem Hass den weißen Pottwal Moby Dick jagt, der ihm ein Bein abgerissen hat. Doch bereits 1839 erschien von Jeremiah N. Reynolds (1799–1858) in der New Yorker Zeitschrift »The Knickerbocker« der Artikel »Mocha Dick: or The White Whale of the Pacific«. Er beschreibt darin die Jagd auf einen weißen Wal, der häufig vor der chilenischen Insel Mocha vor der Küste gesichtet wurde und deshalb »Mocha Dick« genannt wurde. Die darin beschriebenen Einzelheiten ähneln teilweise denen von Melvilles Roman so sehr, dass davon auszugehen ist, dass Melville den Text als Grundlage für seinen bekanntesten Roman verwendete. 

In unserer Reihe mit Pressendrucken veröffentlichen wir erstmals in Einzelform diese Übersetzung von Alexander Pechmann, der vielen durch seine Übersetzungsarbeit für den mare-Verlag bekannt sein dürfte. Bereits 2014 erschien im Logbuch-Verlag seine Übertragung von John William Polidoris »Der Vampyr«.


Pressedruck Band

Band 4: Friedo Lampe: »Das dunkle Boot«

Sechs Erzählungen phantastischer Prosa, herausgegeben und mit einem Nachwort versehen von Hendrik Werner,
mit zwei Illustrationen von Dirk Uhlenbrock
(ISBN 978-3-9817345-1-5, Bremen-Walle 2016, 52 Seiten, 500 nummerierte Exemplare, 10 €)

Anlässlich des 70sten Todestages des Bremer Schriftstellers Friedo Lampe legt der Logbuch Verlag in seiner Reihe von Pressendrucken eine Auswahl seiner besten Erzählungen neu auf, ausgewählt und mit einem Nachwort versehen von Dr. Hendrik Werner, Feuilleton-Chef des Bremer Weser-Kuriers, und illustriert von Dirk Uhlenbrock.Lampe wurde 1899 im Hafenquartier des Bremer Stadtteils Walle am nicht mehr existenten Bülowplatz geboren und gilt trotz seinen schmalen Werkes als einer der großen, neu zu entdeckenden Autoren seiner Zeit. Jahrelang wurde sein Werk in Bremen unter anderem vom leider kürzlich verstorbenen Übersetzer und Autoren Jürgen Dierking gepflegt hat. Er hatte auch die mittlerweile leider vergriffene Gesamtausgabe Friedo Lampes 1999 im Wallstein Verlag mitbegleitet.Friedo Lampe selbst hatte nicht viel Glück mit seinem Werk: Sein erster Roman »Am Rande der Nacht« wurde 1933 wegen relativ offen dargestellter Homosexualität und dem Verhältnis einer Bremer Hausfrau zu einem Schwarzen von den Nationalsozialisten eingezogen. Und das Erscheinen seines Erzählbandes »Von Tür zu Tür« erlebte er leider nicht: zu Kriegsende erkannt ein sowjetischer Soldat den abgemagerten Autoren nicht in seinem Wehrpass, hielt ihn für einen flüchtigen Nazi und erschoss ihn in Kleinmachnow.


Pressedruck Band

Band 3: Miriam Wurster: »Gewalt im Alltag«

40 Cartoons | Ausgezeichnet als Cartoonbuch des Jahres von den Komischen Künsten Wien 2015
(ISBN 978-3-9817345-0-8, Bremen-Walle 2015, 48 Seiten, 4-farbiger Druck, 500 nummerierte Exemplare, 10 €)

Miriam Wurster studierte Illustration und Cartoon an der HfK Bremen. In der Hansestadt ist sie besonders als die eine Hälfte des Zeichnerinnenduos »mutterwitz« bekannt. Gemeinsam mit Bettina Bexte hat sie zweieinhalb Jahre lang eine halbe Seite im Kurier am Sonntag mit Cartoons über Bremen und die Welt gefüllt. Doch auch überregional ist sie seit einigen Jahren sehr präsent: Bei spiegel online, Charlie Hebdo, im Stern, in der Für Sie und in den Satireblättern Titanic und dem Schweizer Nebelspalter. Das Spektrum reicht vom aufwändig gezeichneten absurden Witz bis zum knapp gehaltenen tagespolitischen Cartoon. 2015 erhielt sie den Deutschen Karikaturenpreis, 2018 den »Karikaturenpreis der Deutschen Zeitungen«.

 Parallel zu einer Ausstellung in unserem Logbuchladen erschien dieser dritte Band unserer Pressendrucke. Innen 4farbig gedruckt und aussen mit dem gewohnten handgedruckten Pressenumschlag aus der Schwarzbunt-Manufaktur.


Pressedruck Band

Band 2: John William Polidori: »Der Vampyr«

Eine Neuübersetzung des Originaltextes von 1819 durch Alexander Pechmann, mit zwei Illustrationen von Henning Wagenbreth.
(ISBN 987-3-00-047674-7, Bremen-Walle 2014, 40 Seiten, 1.000 nummerierte Exemplare, Volksausgabe: 10 €, Vorzugsausgabe: den ersten 100 Exemplaren ist ein signierter Druck von Henning Wagenbreth beigelegt, 24 €, nur in unserem Logbuchladen erhältlich)

»In einer Sommernacht am Genfer See im Jahr 1816 kam eine illustre Runde zusammen: Lord Byron und seine Geliebte Claire Clairmont, deren Halbschwester Mary Godwin und ihr späterer Mann Percy Shelley sowie Byrons Reisebegleiter und Leibarzt John William Polidori. Man nutzte die Gelegenheit um sich die Zeit mit unheimlichen Geschichten zu vertreiben: Inspiriert durch deutsche Gespenstersagen enstand nicht weniger als der Ursprung von Mary Shelleys Frankenstein und Der Vampyr von John Polidori (1795-1821), neben einem fast verschollenen Roman dessen einziges literarische Werk. Ursprünglich und fälschlicherweise Lord Byron zugewiesen, ist Der Vampyr die Blaupause für den später weit verbreiteten adeligen Gentleman-Vampir, der wohl auch Bram Stoker bei dessen Arbeit zu Dracula als Vorbild gedient hat.«
(A. Pechmann)


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Band 1: Jutta Reichelt »Es wäre schön«

Vier unveröffentlichte Erzählungen der Bremer Autorin.
(ISBN 987-3-00-044772-3, Bremen-Walle 2014, 32 Seiten, 1.000 nummerierte Exemplare, 8 €)

Sehr genau beobachtet die Autorin in diesen 4 Erzählungen den schmalen Grat zwischen alltäglicher Normalität und versteckter Verrücktheit. Eher beiläufig und in einer schnörkellosen Sprache baut Jutta Reichelt eine subtile Spannung auf und gewährt Einblick in die Lebenswelt ihrer Figuren, die von sich anbahnenden oder zurückliegenden Katastrophen umgeben sind – und das selbst vielleicht gar nicht wahrnehmen.

Neben überraschenden und gleichwohl überzeugenden Wendungen ist es der leise, humorvolle Blick der Autorin, der zum Schluss immer auch ein wenig Hoffnung versprüht. Die mehrfach ausgezeichnete Autorin veröffentlichte zuletzt den Roman »Wiederholte Verdächtigungen« (Klöpfer & Meyer) und schrieb mit Schülern in Bremerhaven einen Schulhausroman. Sie gibt regelmäßig Schreibworkshops und bloggt »Über das Schreiben von Geschichten« (www.juttareichelt.com). Vergangenes Jahr erschien ihr »Geschichten-Generator«, ein spielerisches Tool in Kartenform, das zum Entwickeln und Erzählen von eigenen Geschichten animiert (im Laden erhältlich).